Ayurveda Medizin

Die Ayurveda-Medizin ist die traditionelle Heilkunst Südasiens. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff Ayurveda "Wissen vom Leben". Als ganzheitliches Medizinsystem ist Ayurveda stark auf den einzelnen Menschen ausgerichtet. So kann das Therapiekonzept bei zwei verschiedenen Menschen mit einer ähnlichen Erkrankung sehr unterschiedlich ausfallen. Hier spielt die Konstitutionsanalyse eine wesentliche Rolle. Auch das Arbeiten mit individuell erstellten Behandlungsplänen unterscheidet die Ayurveda-Medizin wesentlich von anderen bekannten Medizinsystemen. Das ganzheitliche Konzept der ayurvedischen Medizin zeigt gute klinische Ergebnisse bei chronischen und funktionellen Erkrankungen. Dies wird sowohl durch praktische Erfahrungen als auch durch eine Vielzahl von Studien bestätigt.

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Eine Ayurveda-Konsultation enthält:

- Eine ausführliche Erhebung des Ist-Zustandes unter Berücksichtigung aktueller Beschwerden, Vorerkrankungen und der allgemeinen Lebensumstände
- Eine Analyse der individuellen Konstitution
- Diagnose von Puls, Zunge, Gesicht und Körper
- Besprechung der Ergebnisse und des weiteren Vorgehens
- Erstellung eines individuellen Plans zur Änderung der Lebens- und Ernährungsweise, manualtherapeutische Anwendungen, ggf. Entgiftungsmaßnahmen und individuelle Yogaübungen
- Dauer: ca. 1 Stunde

Dosha-Funktionsprinzipien

Wie funktioniert Ayurveda genau? Um die Konstitution des Patienten zu ermitteln, ist neben einer umfassenden Anamnese eine ausführliche klinische Untersuchung (inklusive Puls- und Zungendiagnose) notwendig. Die individuellen Merkmale des Patienten werden unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Einflussfaktoren erfasst. Die Bestimmung der Pathologie und der Konstitution wird hauptsächlich in den sogenannten Dosha-Verhältnissen diagnostiziert. Diese zentralen Dosha-Wirkprinzipien werden Vata, Pitta und Kapha genannt. Jeder Mensch hat ein individuelles Dosha-Verhältnis. Befindet sich diese ursprüngliche Dosha-Struktur in ihrem harmonischen Gleichgewicht, befindet sich der Mensch in einem gesunden Allgemeinzustand.

Die drei Funktionsprinzipien des Ayurveda (Doshas). Vata, Pitta und Kapha.

Bewusstsein schaffen für einen bewussten Lebensstil

Unter Berücksichtigung der Dosha- und Guna-Bestimmung wird dann ein detaillierter Behandlungsplan mit verschiedenen Therapiekomponenten erstellt. Im Vordergrund der multimodalen ayurvedischen Therapie steht es diese Eigenschaften auszugleichen und überschüssiges Dosha zu beseitigen. Die Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle. Eine überwiegend warme Ernährung kann den Körper je nach Konstitution entlasten und die Aufnahme von regenerierenden Nährstoffen fördern. Der bewusste Verzicht auf Zwischenmahlzeiten und das Essen in Ruhe sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Ernährungsumstellung. Zudem können mit Hilfe weiterer individueller Ernährungsempfehlungen gezielte Impulse gegeben werden. Die Einahme von pflanzlichen Arzneimitteln ist ein weiteres Element der multimodalen ayurvedischen Therapie. Die jeweiligen Präparate werden entsprechend der individuellen Fallkonstellation ausgewählt.

Lebensstilmodifikationen und praktische Übungen bilden ebenfalls eine wichtige Basis beim holistischen ayurvedischen Therapieansatz. Wegweisend sind hier der Einsatz geeigneter Körperhaltungen (Asanas) aus der Yoga-Tradition, die dem Patienten in Form von physiotherapeutischen Übungen vermittelt werden. Auch diese Übungen variieren je nach Konstitutionstyp und Vorerkrankung des Patienten und sollten nach Möglichkeit in den Alltag integriert werden. Die beiden ursachenbezogenen Ansätze der Ernährung und des Verhaltens werden durch intensive Beratung vermittelt. Weiteres Ziel ist es, den Patienten für eine bewusste Selbstwahrnehmung zu sensibilisieren und ihn zu motivieren, die wesentlichen Veränderungen Schritt für Schritt im Alltag vorzunehmen.

Panchakarma

Auch eine Ausleitungskur, eine sogenannte "Panchakarma-Kur", kann sinnvoll sein. Während dieser Kurzeit werden die Behandlungen durch ayurvedische Manualtherapeuten, Ernährungsberater, Yogatherapeuten und Ayurveda-Ärztin gewährleistet. Es werden äußerlich und innerlich medizinisch wirksame Heilkräuter eingesetzt und eine Panchakarma-Kost verabreicht. Diese Behandlungen lindern die Beschwerden und aktivieren die Selbstheilungskräfte. Außerdem helfen sie, den Körper von Giftstoffen zu befreien, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben. Obwohl der Organismus die meisten Schadstoffe auf natürliche Weise ausscheidet, bleiben gelegentlich Rückstände zurück. Diese können sich in den Körpergeweben ablagern und Krankheiten fördern. Innerlich und äußerlich angewendete Heilkräuter lösen Schadstoffe aus dem Gewebe und können aus dem gesamten Körper ausgeschieden werden (über den Verdauungstrakt, aber auch über die Nase oder in Form von Schwitzen). Durch diese intensiven Ausleitungs-Kuren begleiten wir Dich mit unserem Kompetenz-Team vor Ort auf der Permakulturfarm Varzea da Gonçala.